Projekt Q erfolgreich mit dem Niedersachsenmodel 2.0

In den ersten Monaten des neuen Jahres hat die Landejugend Bremen/Niedersachsen wieder neue Jugendleiter ausgebildet. Hierzu trafen sich Dozenten und  Teilnehmer aus verschiedenen Ortsverbänden an drei Wochenenden Im Februar und März in Hannover um gemeinsam die einzelnen Ausbildungsinhalte der Jugendleitercard (JuLeiCa) zu lernen. Hierbei feierte auch das „Projekt Q“ mit dem „Niedersachsenmodell 2.0“ Premiere.

Am ersten Wochenende im Februar im Haus Gleisdreieck in Hannover beschäftigten sich die Jugendlichen unter der Anleitung von Florian Böhl und Diana Sommermeyer mit rechtlichen Grundlagen und dem Bild eines perfekten Jugendgruppenleiters. Natürlich wurden hier auch immer praxisnahe Beispiele herbei gezogen, wobei sich auch die Jugendlichen viel einbrachten.

Am zweiten Wochenende im März befassten sich die Jugendlichen zusammen mit Florian Böhl, Diana Sommermeyer (Genderbeauftrage der Landesjugend) und Christoph Winter (OV Sarstedt) mit den Themen Verhalten bei Unfällen, Aufsichtspflicht und Jugendschutz. Zu letzterem starteten alle zusammen einen Feldversuch und probierten wie einfach oder schwer es Jugendliche haben, Örtlichkeiten zu besuchen oder Alkohol und Zigaretten zu kaufen, die in ihrer Altersklasse nicht erlaubt sind. „Wir hatten viel Spaß und es war interessant den Unterschied zu sehen, wer leichter Zigaretten kaufen kann und wer nicht.“, erzählt Andrea aus der Ortsjugend Osnabrück. „Ich fand es interessant, wie das Personal an den Kassen, aber auch die anderen Kunden reagiert haben.“, fügt Maurice aus der Ortsjugend Rinteln mit an.

Eine Woche später trafen sich die Jugendlichen bereits wieder. Diesmal wurden sie von Dennis Zelle (Ortsjugend Elze) und Tobias Großheide (stellv. Landejugendleiter) begleitet. Sie hatten sich zuvor mit einem neunköpfigen Team, bestehend aus Jugendlichen, die alle vor kurzem ebenfalls ihre JuLeiCa bei der Landesjugend erhalten haben, zusammengesetzt und den praktischen Teil der JuLeiCa-Ausbildung überarbeiteten. „Wir haben festgestellt, dass wir einiges optimieren konnten, um allen Jugendlichen gleiche Ausgangsbedingungen zu geben und alle zu gleichen Stücken auf die Arbeit in den Jugendgruppen vorzubereiten. Der eine hatte vielleicht schon Dienste gestaltet und durchgeführt und ein anderer wiederum nicht.“, erklärt Dennis Zelle, “Um diese Ungerechtigkeiten zu beseitigen, haben wir uns zusammen gesetzt und mit dem „Projekt Q“ das „Niedersachsenmodell 2.0“ entwickelt und bereits zwei Wochen zuvor auf dem Landesjugendausschuss allen präsentiert.“

„Als erstes mussten sich die Teilnehmer in vier Gruppen aufteilen und bekamen dann ein Thema zugewiesen. Hierzu hatten wir uns auf die Themen Stiche und Bunde, Umgang mit Leitern, Ausleuchten von Einsatzstellen und Transport von Verletzten zuvor eingehend beschäftigt.“,  erklärt Marlon aus Meppen vom Projekt Q. Nun mussten sich die Teilnehmer zusammen mit einem Teamer aus dem Projekt Q und ihrer Gruppe, mit dem ihnen zugeteiltem Thema beschäftigen und eine 25-minütige Ausbildungseinheit vorbereiten. Als dies geschehen war wurden die Gruppen untereinander so gemischt, dass jede Gruppe einen „Experten“ zu einem der vier Themen unter sich hatte. Alle Gruppen mussten jede Station jetzt im Uhrzeigersinn besuchen und unter der Anweisung des jeweiligen Experten die kleine Ausbildungseinheit absolvieren. Im Anschluss hatten alle Gruppen Zeit, auf dem Übungsgelände des THW in Bad Nenndorf eine 45-minütige Übungseinheit vorzubereiten.  „ Zwei Gruppen führen die Übung der jeweils anderen Gruppe durch und umgekehrt.“, erklärt Fynn aus dem Ortsverband Nordhorn allen JuLeiCa-Anwärtern. Der letzte Teil des Projekt Q beschäftigte sich dann noch einmal mit etwas mehr Theorie. Hier wurde den Jugendlichen unter anderem die Gliederung innerhalb eines Ortsverbandes näher gebracht. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Wochenende!“, berichtet Niklas aus dem Ortsverband zu Meppen. „Es hat alles geklappt, wir hatten keine Verletzten und die Jugendlichen haben etwas gelernt!“, fügt Dennis Zelle an. „Projekt Q ist mit dem Niedersachsenmodell also erfolgreich gestartet. Ich bin stolz auf die Jungs.“

1 Kommentar

  1. R. Stabel 17. Juni 2016 11:22  Antworten

    „Ich bin stolz auf die Jungs“ – habt Ihr da nicht Euer „Mädchen“ vergesse zu erwähnen?
    Gruß R. Stabel

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